Ursprünge und Entwicklung
Um das Jahr 820 ereignete sich in Galicien die Entdeckung des Grabes des heiligen Apostels Jakobus und infolge davon die sofortige Einrichtung eines heiligen Ortes für die Verehrung der sterblichen Überreste des Heiligen
Das Phänomen der Pilgerfahrten bildete bald die zentrale spirituelle und kulturelle Achse Europas und Santiago wurde zum Pilgerzentrum neben Rom und Jerusalem. Der Weg war eine wahre „Autobahn des Wissens“.
Es ist der bekannteste aus dem Mittelalter stammende Codex über die Wallfahrten zu Ehren des Heiligen Jakobus. Die aus fünf Büchern bestehende, im 12. Jahrhundert in Compostela erschienene Sammlung ist eine Zusammenstellung aller liturgischen Texte, Bräuche hinsichtlich des Heiligen Jakobus, Wunder und Erinnerungen an den Pilgerweg.
Das Heilige Jahr findet in Santiago de Compostela dann statt, wenn der 25. Juli, der Tag des Heiligen Jakobus, auf einen Sonntag fällt. Dies geschieht in einer zeitlichen Abfolge von sechs, fünf, sechs und elf Jahren. Das Heilige Jahr wird mit der Öffnung der Heiligen Pforte am 31. Dezember des Vorjahres eröffnet.
Eines der größten Wahrzeichen der Kathedrale ist der Botafumeiro - vielleicht der größte Weihrauchkessel der Welt. Er kommt bei den wichtigsten Feierlichkeiten der Kathedrale zum Einsatz und an jedem Freitag des Jahres um 19.30 Uhr. Die Pilgermesse wird am Hochaltar der Kathedrale jeden Tag um 12.00 Uhr abgehalten.
Zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt im Jahrzehnt zwischen 820 und 830 wurde das Grab von Jakobus des Älteren entdeckt. Im Nordwesten der spanischen Halbinsel regierte im Königreich Asturien König Alfons II. Er gilt als der erste große Verfechter des Heiligen. Der König war im Kloster Samos erzogen worden und nahm mit großem Interesse die ihm vom Bischof Teodomiro von Iria überbrachte Nachricht entgegen.
Das goldene Zeitalter der Wallfahrten lag zwischen dem 12. und dem 13. Jahrhundert. Die Pilger kamen aus Frankreich, Italien, Mittel- und Osteuropa, England, Deutschland und sogar aus Island und natürlich aus ganz Hispania. Sie machten sich zu Fuß, mit dem Pferd und dem Schiff auf den Weg.
Romanik, gotische Kathedralen, die mittelalterliche Lyrik der „Cantigas”, religiöse Liedersammlungen sowie die Heldenepen der Chansons de Geste entstanden auf dem Weg. Er spielt seit dem Mittelalter eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der einzelnen Kulturen, die die europäische Identität ausmachen.
Die Einführung des Heiligen Jahres in Santiago geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Vermutlich wurde das erste Heilige Jahr der Geschichte 1428 bzw. 1434 gefeiert - beide wurden vom Erzbischof Don Lope de Mendoza einberufen. Das nächste Heilige Jahr findet 2021 statt.
Eines der größten Wahrzeichen der Kathedrale ist der Botafumeiro - vielleicht der größte Weihrauchkessel der Welt. Er kommt bei den wichtigsten Feierlichkeiten der Kathedrale zum Einsatz.