Der gelbe Pfeil an der Vía de la Plata
Der gelbe Pfeil und die Jakobsmuschel
Der gelbe Pfeil und die Jakobsmuschel, die heutigen Symbole für den Weg
Trotz seiner Aktualität – der gelbe Pfeil wurde 1984 vom Pfarrer Elías Valiña entwickelt – ist er heute eines der weltweit bekanntesten Symbole für den Jakobsweg. Neben dem Pfeil gilt auch die historische Jakobsmuschel, die von den Pilgern bei ihrer Rückkehr nach Hause mitgebracht wurde, als Symbol des Weges. Durch beide Zeichen werden heute die Wegstrecken gekennzeichnet.
Eines der weltweit bekanntesten Symbole für den Jakobsweg ist der mit Pinselstrichen gezeichnete gelbe Pfeil, der auf Straßen, Hauswänden, Zäunen und Bäumen zu finden ist. Es gibt ihn noch nicht sehr lange, denn er wurde 1984 auf die Initiative des Pfarrers von O Cebreiro, Herrn Elías Valiña, entworfen, der auf diese Weise den gesamten Camino Francés von Roncesvalles bis Santiago ausschilderte.
Neben dem gelben Pfeil gilt auch die bereits historische Jakobsmuschel, die gemeißelt an vielen Kirchen und Sehenswürdigkeiten und auf den Schildern des Weges zu erkennen ist, als kennzeichnendes Symbol des Jakobsweges.
Neben dem gelben Pfeil gilt auch die bereits historische Jakobsmuschel, die gemeißelt an vielen Kirchen und Sehenswürdigkeiten zu erkennen ist, als kennzeichnendes Symbol des Jakobsweges. Sie befindet sich heute neben dem gelben Pfeil auf allen Hinweisschildern des Pilgerweges.
Die Jakobsmuschel wird bereits in dem im 12. Jahrhundert herausgegebenen Codex Calixtinus als Jakobssymbol erwähnt. Die Muschel des begehrten Weichtieres, das an der galicischen Küste gefischt wird, wurde sehr bald zu einem Symbol für den Jakobsweg. Zu Beginn erhielt man sie als Auszeichnung für den beendeten Pilgerweg. Sie galt als fälschungssicherer Nachweis, da ihr Verkauf außerhalb Santiagos verboten war.
Dadurch wird auch erklärt, warum ein ganzes Stadtviertel im Norden eines Ortes am Anfang des Französischen Weges Os Concheiros (Muschelfischer) heißt. Die dort ansässige Zunft der Muschelverkäufer handelte mit natürlichen und handgefertigten Muscheln.
Der Ursprung des gelben Pfeils - Pfarrer Elías Valiña
Elías Valiña war einer der bedeutendsten Bewahrer und Förderer des Jakobswegs als Pilger- und Tourismusroute.
Elías Valiña Sampedro (Sarria, 1929-1989), auch bekannt unter dem Namen „der Pfarrer von Cebreiro“, war einer der bedeutendsten Bewahrer und Förderer des Jakobswegs. Der Beziehung von Elías Valiña zum Jakobsweg ist ausgedehnt und bewundernswert. Zum Abschluss seines Studiums im Kanonischen Recht an der Universität Pontificia de Comillas und nach seiner Promotion an der Universität Pontificia de Salamanca (von 1961 bis 1962) las er seine Doktorarbeit „Der Jakobsweg – eine historisch-juristische Untersuchung“. Im Jahr 1984 begann er mit der Ausschilderung des Jakobswegs mit gelben Pfeilen ab der französischen Grenze bis Compostela, wobei er auf den ersten Wegstrecken Unterstützung von Mitarbeitern verschiedener Verbände aus Navarra erhielt.
Im Jahr 1984 begann er mit der Ausschilderung des Jakobswegs mit gelben Pfeilen ab der französischen Grenze bis Compostela
Auf der galicischen Wegstrecke waren u. a. verschiedene Reinigungsarbeiten zur Rückgewinnung und Wiederherstellung verlorener Wegstrecken und Hinweise auf Kilometerangaben erforderlich. Heute gilt seine Leistung der Ausschilderung als die sicherste Begrenzung der ursprünglichen Wegstrecken auf dem Jakobsweg. Ferner förderte er auch den Wiederaufbau der Ortschaft O Cebreiro, die 1971 mit der Eröffnung des Völkerkundemuseums abgeschlossen wurde.
Seine zweifellos großen Verdienste führten einstimmig zu seiner Ernennung als Kommissar für den Jakobsweg während des ersten Jakobswegtreffens 1985 in Compostela. In seinem letzten Willen verfügte er, seine Familie solle sich um die Bewahrung des gelben Pfeils auf dem Jakobsweg kümmern. Diesem Wunsch kommen seither seine Nachkommen mithilfe der Freundeskreise des Jakobswegs nach.