Melchor Fernández Fernández
Melchor Fernández Fernández (Ourense, 1969) hat an der Autonomen Universität Barcelona in Wirtschaftswissenschaften promoviert und einen Lehrstuhl an der Abteilung für Grundlagen der Wirtschaftsanalyse an der Universität Santiago de Compostela inne. Derzeit ist er als Direktor der Abteilung für Grundlagen der Wirtschaftsanalyse, als Koordinator der Arbeitsgruppe für Wirtschaftsanalyse und -modellierung (GAME), die vom Universitätssystem Galiciens als wettbewerbsfähige Referenzgruppe anerkannt wird, und als Koordinator des Doktorandenprogramms für regionale Entwicklung und wirtschaftliche Integration tätig. Von November 2005 bis Januar 2014 hingegen war er Direktor des Universitätsinstituts für Forschungsarbeit und Entwicklungsförderung in Galicien (IDEGA).
Seine Forschungstätigkeit konzentriert sich auf die Bewertung der sozioökonomischen Maßnahmen unter Verwendung allgemeiner Gleichgewichtsmodelle, auf die Planung und Bewertung von Sozial- und Gesundheitsdiensten, die wirtschaftliche Analyse des Arbeitsmarktes und die Bewertung der sozioökonomischen Auswirkungen des Phänomens Jakobsweg. Für seine Forschungsarbeit zum Jakobsweg wurde er 2021 mit dem 8. Wirtschaftsforschungspreis Galiciens "Valentín Paz Andrade" ausgezeichnet. In den Jahren 2009 und 2021 erhielt er den Lluis-Fina-Preis, der von der Spanischen Vereinigung für Arbeitswirtschaft verliehen wird.
In den letzten 10 Jahren war er an der Leitung von 13 Doktorarbeiten beteiligt (von denen drei mit außerordentlichen Promotionspreisen ausgezeichnet wurden), die zu mehreren internationalen Publikationen geführt haben, wobei die Beiträge zur Analyse des Tourismus und der sozioökonomischen Auswirkungen des Phänomens Jakobsweg auf lokaler Ebene von besonderer Bedeutung sind. Ein aktuelles Beispiel hingegen bildet der Artikel "Covid-19 and tourism vulnerability", der in der Zeitschrift Tourism Management Perspectives 38 veröffentlicht wurde und laut WOS derzeit zu den "Highly Cited Papers" zählt (Artikel mit einer ausreichenden Anzahl von Zitierungen, um in das oberste 1% der akademischen Arbeiten im Bereich Sozialwissenschaften aufgenommen zu werden).
Seit dem Jahr 2000 hat er an mehr als 85 Forschungsprojekten und -aufträgen mitgewirkt. An 53 davon war er als Leiter des Forschungsprojekts beteiligt. In den meisten Fällen besteht das Hauptziel dieser Forschungsprojekte darin, die öffentliche Verwaltung zu relevanten Aspekten und Fragen zu beraten, die die Entwicklung neuer oder die Anpassung bestehender Analysemethoden erfordern. Zu diesen Aufträgen gehören vor allem die Planung und Bewertung von Sozial- und Gesundheitsdiensten sowie die Untersuchung der sozioökonomischen Auswirkungen des Phänomens Jakobsweg.