Das Training sollte auf Gelände mit Gefälle stattfinden, um die Muskeln auf die Wanderung vorzubereiten
Trainingsanforderungen
Tipps und Fitnessübungen vor dem Wandern auf dem Jakobsweg
Für das Pilgern auf dem Jakobsweg ist die Dauer eines vorbereitenden Trainings sehr wichtig.
Wenn Sie vorhaben, den Jakobsweg zu Fuß zu machen, sollten die geplanten Etappen zwischen 25 und 30 km täglich betragen, denn ein gut geplantes vorbereitendes Training ist äußerst wichtig. Beginnen Sie mit täglichen Spaziergängen und steigern Sie nach und nach die Dauer und den Schwierigkeitsgrad. Man sollte mit kurzen Spaziergängen auf flachem Gelände beginnen und stetig die Länge der Wanderungen erhöhen sowie abwechslungsreicheres Gelände aufsuchen, um den Körper an die Gegebenheiten auf dem Pilgerweg und die geplanten Wegstrecken zu gewöhnen.
Man sollte mit kurzen Spaziergängen auf flachem Gelände beginnen und stetig die Länge der Wanderungen erhöhen sowie abwechslungsreicheres Gelände aufsuchen, um den Körper an die Gegebenheiten auf dem Pilgerweg zu gewöhnen
Im Laufe des Trainings werden Ausflüge in hügeliges Gelände mit An- und Abstiegen, die ein entsprechendes Muskeltraining zur Vorbereitung auf die Gegebenheiten des Pilgerwegs bieten, vorgesehen.
Ferner empfiehlt es sich, in der letzten Trainingsphase Spaziergänge mit Gepäck im Rucksack vorzunehmen, damit Sie Ihre körperliche Belastbarkeit mit hohem Gewicht herausfinden können. Das Gehen mit dem Rucksack ist eine Voraussetzung für die Wanderung.
Sollte ein vorbereitendes Training nicht möglich sein, darf auf den ersten Strecken auf dem Pilgerweg keine große Anstrengung gefordert sein, um Kräfte zu sparen. Später wird der Schwierigkeitsgrad nach und nach an die körperliche Verfassung angepasst.
- Leitfaden mit Tipps für den Jakobsweg PDF / 801 KB
- Physiotherapie auf dem Weg PDF / 1401 KB
Die Vorbereitung und Empfehlungen für die Schuhe
Tragen Sie vorzugsweise den Knöchel haltende Stiefel, um Verletzungen vorzubeugen.
Die Wanderschuhe sollten bereits eingelaufen sein und sich an den Fuß anpassen. Neue und zu feste Schuhe führen mit aller Sicherheit zu Reibungen und Blasen. Am besten eignen sich Trekking- oder Bergstiefel für die Wanderung. Bei großer Hitze können auch Sportschuhe benutzt werden. Tragen Sie vorzugsweise Stiefel, die den Knöchel fest halten, um Verletzungen vorzubeugen. Daneben gibt es auch leichte, atmungsaktive Sommerstiefel.
Bei der Wahl der Schuhe sollte man auf eine feste Sohle und einen nicht zu nachgiebigen Fersenteil achten, um Verletzungen zu vermeiden
Bei der Wahl der Schuhe sollte man auf eine feste Sohle und einen nicht zu nachgiebigen Fersenteil achten, um Verletzungen, beispielsweise an der Achillessehne, zu vermeiden. Auch wenn der Knöchel gestützt werden soll, empfiehlt es sich nicht, dass der Schuh drückt, damit wird das Gegenteil erreicht. Wichtig ist ein Wanderstiefel mit hinten abgeschrägtem Schaft.
Packen Sie auch Schuhe für die Ruhepausen, Sportschuhe, Sandalen oder sonstige leichte Schuhe mit ein, damit sich die Füße von der Anstrengung erholen können.
Tipps und Empfehlungen für den Rucksack
Der Rucksack muss sich an den Rücken anpassen, um eine korrekte Haltung beibehalten zu können.
Der Rucksack darf weder zu locker noch zu fest sitzen. Er muss sich an den Rücken anpassen, um eine korrekte Haltung beibehalten zu können. Für ein bequemes Gehen muss er so gepackt werden, dass sich das Gewicht auf Körperachse und Schwerpunkt verteilt.
Für ein bequemes Gehen muss er so gepackt werden, dass sich das Gewicht auf Körperachse und Schwerpunkt verteilt.
Das Tragen lässt sich ferner an die Bedingungen des Geländes anpassen. So lässt sich der Gürtel beim steilen Aufstieg für die bequemere Atmung lockern und beim Abstieg für das Entlasten der Schultern fester schnallen.
Tipps zur Stärkung der Beinmuskulatur
Ein vorheriges Training und Streck- und Aufwärmübungen sollten durchgeführt werden.
Zur Stärkung der Beinmuskulatur, Waden, Quadrizeps und Beinbizeps, sollten vor Beginn der einzelnen Etappen Dehnungs- und Aufwärmübungen durchgeführt werden.
Das Strecken der Waden ist absolut empfehlenswert vor Beginn und nach Abschluss der einzelnen Tagesetappen
Für ein geeignetes Strecken der Waden beispielsweise stützen Sie die Hände gegen eine Wand und setzen Sie nach und nach die ganze Fußsohle auf bis hinter dem Knie Spannung zu spüren ist.
Die Vorbereitung von Knien, Sehnen und Füßen
Der Wanderrhythmus sollte auf die Gegebenheiten des Geländes abgestimmt werden.
Zur Vorbereitung von Knien, Sehnen und Füßen ist es wichtig, den Wanderrhythmus auf die Gegebenheiten des Geländes abzustimmen. So ist die Schrittlänge auf flachem Gelände normal, beim Aufstieg dagegen kürzer und langsamer, um eine Überanstrengung zu vermeiden. Bei langanhaltenden Anstiegen sollte darauf geachtet werden, mit der ganzen Sohle aufzutreten, um eine Überspannungen der Muskeln zu vermeiden. Lange und schnelle Schritte sind dem Abstieg vorbehalten; vor dem Beschleunigen des Gangs, prüfen Sie jedoch genau das Gelände. Bergab lastet großes Gewicht auf den Fersen, deshalb ist es erforderlich, zur Vermeidung von Verletzungen diese fest – aber ohne unnötigen Kraftaufwand auf den Boden aufzusetzen.
Eine große Hilfe beim Vermeiden von Verletzungen können Gehstöcke bieten. Sie stabilisieren auf schwierigem Gelände und helfen, die Festigkeit des Weges zu prüfen. Mithilfe eines Stockes lassen sich Sehnenentzündungen verhindern
Eine große Hilfe beim Vermeiden von Verletzungen können Gehstöcke bieten. Sie stabilisieren auf schwierigem Gelände und helfen, die Festigkeit des Weges zu prüfen. Mithilfe eines Stockes lassen sich Sehnenentzündungen verhindern.
Überanstrengungen und eine falsche Haltung können zu Beschwerden führen, die die Wanderung behindern können. Ein evtl. Besuch beim Physiotherapeuten zur Bewertung und entsprechenden Behandlung ist dann empfehlenswert.
Die häufigsten Verletzungen bei Pilgern sind Sehnenentzündungen, Verstauchungen und traumatische Arthritis. Letztere treten öfter in den unteren Extremitäten auf. Manchmal kommt es auch zu Mikrotraumata an den Gelenken und im Anschluss zu schmerzhaften Entzündungen. Nach einem langen steilen Abstieg beispielsweise in der Gegend von Triacastela, auf dem Camino Francés, werden die Knie am stärksten belastet und leiden unter dieser Anstrengung. Wenn eine Wegstrecke neben einem schwierigen Abstieg noch eine hohe Kilometerzahl aufweist und dazu das Gewicht des Rucksacks kommt, besteht ein erhöhtes Risiko der Überbelastung und es kann zu einer Knieverletzung kommen.
Deshalb ist es grundlegend, die einzelnen Etappen auch nach Geländeart zu planen. Auf diese Weise sollten steil verlaufende Wegstrecken kürzer sein, übermäßiges Gewicht vermieden werden und die Anstrengung in Grenzen gehalten werden. Mithilfe von entzündungshemmenden Medikamenten und Kühlbeuteln kann auch bei einer traumatischen Arthritis die Wanderung weitergeführt werden. Die oben beschriebenen vorbeugenden Maßnahmen sind deshalb unbedingt zu berücksichtigen.
DIE SEHNENENTZÜNDUNG
Eine weitere häufig auftretende Verletzung ist die Sehnenentzündung, die sich als Muskelzerrung äußert und zu kleinen Faserrissen führen kann. Normalerweise tritt sie nach langen Wanderungen ein. Es empfiehlt sich, die Entzündung durch Eispackungen auf den betroffenen Stellen zu behandeln. Zwischen Haut und Eis sollte dabei ein Papier oder eine Stofflage aufgelegt werden, um Vereisungen zu vermeiden. Nimmt der Schmerz zu, lässt sich durch Schmerzmittel, z. B. Paracetamol, und eine entzündungshemmende Salbe Abhilfe schaffen. Weiterführende entzündungshemmende Medikamente sollten nie auf nüchternen Magen eingenommen werden.
Ein Kompressionsverband wird bei kleinen Faserrissen angelegt. Suchen Sie in jedem Fall einen Arzt oder einen Physiotherapeuten auf, der bewertet, ob die Wanderung auf dem Jakobsweg fortgesetzt werden kann
Ein Kompressionsverband wird bei kleinen Faserrissen angelegt. Suchen Sie in jedem Fall einen Arzt oder einen Physiotherapeuten auf, der bewertet, ob die Wanderung auf dem Jakobsweg fortgesetzt werden kann.
Eine häufige Art der Sehnenentzündung bei Pilgern tritt an der Achillessehne, an der Ferse, auf; sie kann große Schmerzen verursachen. Vermieden werden sollten deshalb verschiedene Ursachen, zu denen steile und lange ansteigende Strecken und ungeeignete Schuhe gehören. Der Stiefelschaft sollte am Knöchel nicht zu fest sitzen, da sonst direkter Druck auf die Sehne ausgeübt wird; auch der Fersenbereich des Schuhs sollte nicht zu weich sein. Empfohlen wird eine feste Sohle ohne Lüftung und Fersendämpfung. Wichtig ist bei Wanderstiefeln ein hinten abgeschrägter Schaft.
Um das Risiko einer Verletzung der Achillessehne möglichst gering zu halten, sollte man beim vorbereitenden Training für den Jakobsweg nicht vergessen, Dehnungsübungen für die Achillessehne zu machen. Dabei sollte die Intensität zunehmend gesteigert werden. Das gilt vor allem für Frauen, die täglich Schuhe mit hohen Absätzen tragen; denn dabei wird die Ferse normalerweise nur gering gedehnt. In diesen Fällen wird eine Sehnenentzündung meist durch den Unterschied der Absatzhöhe verursacht, da der Wechsel zu flachen Schuhen zu einer Verlängerung der Sehnen führt, die beim Aufstieg noch zusätzlich verstärkt wird.
Die Beschwerden beginnen oft morgens, lassen im Laufe der Wanderung etwas nach, um am Etappenende intensiver aufzutreten. Zuweilen kann auch das Gehen aufgrund anhaltender Schmerzen völlig unmöglich werden. Zur Linderung der Beschwerden sollte man Eis auflegen und entzündungshemmende Mittel unter ärztlicher Aufsicht einnehmen. Ein Besuch beim Physiotherapeuten empfiehlt sich zur Behandlung der durch die Sehnenentzündung entstehenden Schmerzen.
DIE KNÖCHELVERSTAUCHUNG
Während einer Wanderung können auch Gelenkverstauchungen auftreten. Sie entstehen durch eine übermäßige Überdehnung und können sogar zu einem Bänderriss führen. Am häufigsten treten Knöchelverstauchungen aufgrund eines falschen Aufsetzens des Fußes auf. Diese Verletzungen treten meist auf abruptem oder steinigem Gelände auf, vor allem auf Abhängen.
Um das Risiko einer Verletzung der Achillessehne möglichst gering zu halten, sollte man beim vorbereitenden Training für den Jakobsweg nicht vergessen, Dehnungsübungen für die Achillessehne zu machen. Dabei sollte die Intensität zunehmend gesteigert werden
Auch hier sollte wieder auf schweres Gepäck verzichtet werden, da durch die Überlastung ein Bänderriss herbeigeführt werden kann, d. h. eine noch schwerere Verletzung. Die Art der Schuhe ist grundlegend zur Vermeidung dieser Zwischenfälle. Tragen Sie vorzugsweise Stiefel, die den Knöchel fest halten, ohne übermäßigen Druck auszuüben.
Für die Behandlung wird zwischen einer einfachen Verstauchung und einer Verstauchung mit teilweisem oder vollständigem Bänderriss unterschieden. Bei einer einfachen Verstauchung genügt lokales Kühlen mit Eis und das Hochlegen des Fußes, um ihn einige Tage lang zu schonen. Bei einem Bänderriss aber muss die Wanderung sofort abgebrochen werden.
Empfehlungen für die Vorbereitung des Weges mit dem Fahrrad
Ebenso wie in den anderen Modalitäten muss das Training langsam gesteigert werden.
Ebenso wie in den anderen Modalitäten muss das Training langsam gesteigert werden. Zu Beginn sollte man auf flachem Gelände ohne besondere Schwierigkeiten fahren und nach und nach im Laufe der Vorbereitung immer wieder Steigungen einplanen. Auf diese Weise gewöhnt man sich an das Rad und lernt die Schaltung für die einzelnen Anforderungen kennen.
Zu Beginn sollte man auf flachem Gelände ohne besondere Schwierigkeiten fahren und nach und nach im Laufe der Vorbereitung immer wieder Steigungen einplanen
Sowohl beim Wandern als auch beim Radfahren sollte man sich in der letzten Vorbereitungsphase dem Fahren mit Gewicht widmen. Nehmen Sie auf den täglichen Fahrten bepackte Satteltaschen mit. So lernen Sie mit Last und umfangreichem Gepäck das Gleichgewicht zu halten. Auf dem Rad sollte nur das Allernötigste mitgeführt werden.