Die Route des Meeres von Arousa und des Río Ulla

Die Strecke: Arousa Norte

  • Schwierigkeitsgrad Mittel

Ribeira

  • Schwierigkeitsgrad Mittel-Niedrig

Im Norden des Flussdeltas bilden Ribeira und seine Insel, die Illa de Sálvora, die Pforte zur Meeres-Flussstrecke nach Compostela. Zu den landschaftlichen und architektonischen Sehenswürdigkeiten gehört auch Ribeira mit seinem beeindruckenden Fischereihafen, dem Spitzenreiter Spaniens in der Küstenfischerei. Aus seiner Markthalle werden täglich Waren nach ganz Europa exportiert.

An der Küste finden sich herrliche Strände, beispielsweise in Río Azor, Coroso, O Castro und A Furna. Naturwunder wie die herrlichen Dünen bei Corrubedo und die Aussichtspunkte, darunter San Roque, Pedra da Rá und Monte Facho bieten Panoramen der Flussmündung.

Der prähistorische Nachlass bietet wertvolle Megalithdenkmäler - allen voran, der beeindruckende Dolmen de Axeitos und Castra wie das bei A Cidá. In Aguiño befindet sich sogar ein wahrscheinlich von den Phöniziern angelegter Hafen.

Jeden Sommer, am 12. September, wird in Ribeira das Stadtfest, am 24. Juli die Festa da Dorna und die Festa do Percebe in Aguiño gefeiert. In den Restaurants werden sorgfältig und mit brilliantem Ergebnis ausgezeichnete Meeresfrüchte zubereitet.

A Pobra do Caramiñal

  • Schwierigkeitsgrad Mittel-Niedrig

Pobra do Caramiñal ist eine der besterhaltenen Ortschaften in der Flussmündung Arousa. Zahlreiche denkmalgeschützte Kleinode, Kirchen und interessante Herrensitze gehören zu dieser Stadt. Auch im Wappen des Ortes befindet sich ein Hinweis auf die jakobeische Route – die Darstellung eines Schiffes unter zwei Jakobsmuscheln.

Die Gemeinde entstand im 19. Jh. aus dem Zusammenschluss zweier Ortskerne, A Pobra do Deán und O Caramiñal. Damals erlebte die örtliche Konservenindustrie unter der Leitung von katalanischen Unternehmern ihren Höhepunkt.

Zu den besonderen Landhäusern gehört der Pazo Torre Bermúdez, in dem das Valle-Inclán-Museum untergebracht ist. Das Museum zeigt Gegenstände aus dem Leben des bekannten Schriftstellers. Valle-Inclán glaubte, auf einem Schiff mitten im Flussdelta von Arousa, zwischen Vilanova und A Pobra, geboren worden zu sein.

A Pobra ist heute eine attraktive Gemeinde, deren Strände im Juli und August viele Besucher anziehen; dort werden ferner Ausflüge in die Natur, in das O-Barbanza-Gebirge und literarische Rundgänge auf den Spuren des unsterblichen Dramaturgen und Romanciers Ramón María del Valle Inclán angeboten.

Boiro

  • Schwierigkeitsgrad Mittel-Niedrig

Die Bezeichnung des Ortsnamens „Boiro” könnte sich von „bruma” (Morgendunst) oder „niebla” (Nebel), aber auch von „bo-ouro” bzw. „buen oro” (gutes Gold), in Anspielung auf das Edelmetall, das in Gallaecia geschürft wurde, ableiten. Vielleicht bezieht sich der Name auch auf den schwäbischen Stamm der Burios. Wie auch immer – in der Gemeinde sind bedeutende prähistorische Funde vorhanden, Megalithe und Felszeichnungen, vorrömische Hinterlassenschaften, wie das Castrum von O Neixón und eine herrliche Natur, die sich auf die gesamte Serra do Barbanza erstreckt, die genauso zu Boiro gehört, wie die mehr als 60 Küstenkilometer.

Gerade das an der Bucht von Rianxo - und damit direkt an der Küste liegende - Castrum von O Neixón ermöglicht eine Zeitreise von 2000 Jahren in die Vergangenheit. Man kann sich gut vorstellen, dass der Verkehr römischer Schiffe für die Bewohner etwas ganz Alltägliches war. Es ist gut möglich, dass eines dieser Schiffe, die „Barca de Pedra” war, das die sterblichen Überresten des Apostels hierher brachte. In der Nähe des Castrums wird am Sonntag vor dem 15. August das Volksfest Romería de Neixón abgehalten.

Boiro übt auch aufgrund seiner verborgenen Strände, seiner Landhäuser und wegen seiner interessanten Ausflüge in die Natur eine große Anziehung auf Besucher aus.

Rianxo

  • Schwierigkeitsgrad Mittel-Niedrig

Die Ortschaft Rianxo weist einige der prägenden Wesensmerkmale Galiciens auf. Einerseits stand der Ortsname Pate für eines der international bekanntesten Volkslieder dieser Gegend, A Rianxeira“, das in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von zwei Emigranten in Buenos Aires („Ondiñas veñen, ondiñas veñen e van...”) komponiert wurde, und andererseits wurden in der Straße Rúa de Abaixo drei der hervorragendsten Intellektuellen und Künstler des 20. Jh. geboren, der Erzähler, Dramaturg, Essayist, Politiker und Zeichner Alfonso Daniel Rodríguez Castelao, der Schriftsteller Manuel Antonio sowie der Erzähler und Herausgeber Rafael Dieste.

Rianxo verbindet Land und Meer. Vor der Küste liegen die Bateas, die Muschelzuchtstätten, und im Hafen werden in der Fischhalle die umfangreichen Fänge der örtlichen Flotte versteigert. Im Landesinneren wird durch die Landwirtschaft der doppelte Naturreichtum dieser Gemeinde vervollständigt.

Die Virgen de Guadalupe ist die Patronin des bedeutendsten Festes von Rianxo, das im September mit einer farbenprächtigen und frommen Prozession auf dem Fluss abgehalten wird.

Dodro

  • Schwierigkeitsgrad Mittel-Niedrig

Dodro ist eine kleine Gemeinde in der Bucht des Ríos Ulla - ein natürliches Marschland, das sich auch über die Gemeinden Padrón und Rianxo erstreckt. Die etwas mehr als 3000 Bewohner verteilen sich auf die drei Pfarreien Dodros, Santa María de Dodro, San Xián de Laíño und San Xoán de Laíño. Dodro entstand im Jahr 1836 als eigenständige Gemeinde durch eine Abspaltung von Padrón.

In der Gegend liegen zahlreiche Landsitze - die Pazos Lestrove und Hermida sind einzigartige Zeugnisse. Die literarische und kulturelle Geschichte stammt aus der engen Verbindung mit der Schriftstellerin Rosalía de Castro und ihrem Ehemann Manuel Murguía, die hier lange lebten. Ferner befindet sich in der gesamten Gemeinde eine volkstümliche Architektur in Form von Wegkreuzen, von denen einige eine kleine Kapelle im Schaft besitzen, sowie Pombais (Taubenschläge), Mühlen und Brunnen.

Die Landschaft (und der Regen) von Dodro wurde von Rosalía de Castro in vielen Versen verewigt, u. a. in: „Como chove miudiño, / como miudiño chove; / como chove miudiño / pola banda de Laíño, / pola banda de Lestrove” („Wie es regnet…“).