Marco Piccat
Marco Piccat, geboren in Saluzzo am 6.11. 1951, wohnhaft in Saluzzo (Cuneo), Via Mattatoio 48. Abschluss des Studiums der Romanischen Philologie an der Universität Turin (1973) mit einer Dissertation über “Italienische Vernakularisierungen heterokanonischer Texte: der Transitus Beatae Mariae Virginis", die für den Pini-Preis (1974) nominiert wurde.
Er wurde 1988 zum Bürgermeister von Saluzzo gewählt, 1990 wiedergewählt und schied 1993 aus dem Amt.
Ehemaliger ordentlicher Professor für romanische Philologie an der Philosophischen Fakultät der Universität Triest, bis 2011 gewählter Direktor der Abteilung für Sprachen der Mittelmeerländer und der Abteilung für historische, philosophische und linguistische Wissenschaften; Ernennung zum herausragenden Wissenschaftler der Universität Triest.
Seit 1985 Mitarbeiter des italienischen etymologischen Wörterbuchs LEI (Lessico Etimologico Italiano) unter der Leitung von Prof. Dr. Max Pfister von der Universität Saarbrücken; seit 1999 Mitglied der Redaktion des “Bollettino della Società per gli Studi Storici, Archeologici ed Artistici della Provincia di Cuneo"; seit 2007 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von “Compostella", der Zeitschrift des italienischen Forschungszentrums zum Jakobsweg “Centro Italiano di Studi Compostellani" der Universität Perugia.
Seit Mai 2009 gewähltes Mitglied der Gesellschaft “Société des Antiquaires de Normandie"; seit 2012 Mitglied des von René de la Coste Messelière gegründeten wissenschaftlichen Beirats “Comité scientifique de la Revue du Centre d' Etudes, de Recherche et d'Histoire Compostellanes" in Paris und des wissenschaftlichen Beirats “Comité scientifique des Chemins de saint Michel" in Avranches.
Seit 19. Mai 2015 gewählter “Associé Corrrespondant Etrangér' de la Société Nationale des Antiquaires de France", Louvre, Paris.
Im Jahr 2023 ernennt ihn der Präsident der Landesregierung Xunta de Galicia zum Mitglied des Internationalen Expertenkomitees für den Jakobsweg.
Im Juni dieses Jahres wurde er von Bischof Monsignore Cristiano Bodo zum Direktor der Diözesanbibliothek in Saluzzo ernannt.
Er ist Mitherausgeber der Reihe über mittelalterliche romanische Kulturen, Philologien und Literaturen “I libri del Cavaliere Errante" (Dell'Orso Editore, Turin).
Er hat mehrere Texte in mittelalterlichem Latein, Italienisch und seinen dialektalen Varianten, Altfranzösisch, Provenzalisch, Frankoprovenzalisch, Katalanisch, Spanisch und Galizisch-Portugiesisch herausgegeben.
Seine Studien betreffen die Edition von Texten in Handschriften und Wanddarstellungen aus dem italienischen, französischen, provenzalischen und altspanischen Raum (14.-15. Jh.) und insbesondere die Beziehungen zwischen den schriftlichen und den bildlichen Überlieferungen, mit einer Vorliebe für Hagiographien, Tatenlieder, Falknertraktate, volkstümliche “Enzyklopädien", sakrales Theater und apokryphe Erzählungen, Reisen, historische Lieder, die odeporische Literatur, alte piemontesische Texte und die literarische Kultur der Markgrafschaft von Saluzzo.
Seit 2017 Gruppenleiter der Stiftung FAI in Saluzzo und seit 2019 Delegationsleiter der Stiftung FAI in Saluzzo, wobei er bis 2024 bestätigt wurde.
Von 2019 bis 2023 Präsident der Stiftung „Fondazione Cassa di Risparmio di Saluzzo“
Eine aktuelle Liste der Veröffentlichungen finden Sie unter:
http://opac.regesta-imperii.de/lang_en, Piccat Marco