Die Vía de la Plata (Silberweg)

Die Vía de la Plata eint den südlichen Geist Andalusiens und Extremaduras mit dem Ende der Welt in Galicien.

Por Laza:

  • Länge 212,3 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel

Por Verín:

  • Länge 254,3 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel

Por Feces:

  • Länge 187,2 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel
Der Camino del Sudeste - Vía de la Plata (Silberweg)

Diese Strecke ist eine Verlängerung der ursprünglichen Römerstraße, der so genannten Vía de la Plata – Silberweg - durch den die Stadt Emerita Augusta – Mérida - mit Asturica Augusta – Astorga - verbunden wurde. Die Geschichte des Silberwegs beginnt mit dem Christentum und mit der Nutzung alter Wegstrecken. Er trifft in der Ortschaft A Mezquita in Galicien ein und ist der längste aller Jakobswege. Die Bezeichnung Vía de la Plata” steht nicht im Zusammenhang mit dem Abbau oder Handel des Edelmetalls, sondern stammt aus dem Arabischen Bal’latta, ein Begriff, mit dem von den Muslimen eine breite, öffentliche und befestigte Steinstraße bezeichnet wurde, auf der man in den christlichen Norden gelangte. Nichtsdestotrotz wurde dieser Verkehrsweg später für den Handel mit dem aus Amerika stammenden Silber, das an den Kais von Sevilla ins Land gelangte, genutzt.

Den Silberweg machte sich auch Almanzor im August 997 mit seiner Infanterie gegen Santiago zu Nutze. Man nimmt an, dass auf dem gleichen Weg Jahrhundert später, im Jahr 1236, die von ihm geraubten Glocken der Kathedrale von Córdoba nach der Rückeroberung wieder nach Compostela zurückkehrten. Auch von Portugal aus führten einst verschiedene Wege in die Provinz Ourense und verbanden sich dort mit den hier beschriebenen.

Wegstrecke und Daten von Interesse

Die Vía de la Plata verläuft in Galicien durch ein außergewöhnlich schönes landschaftliches und ethnografisches Erbe, durch den enormen Naturreichtum der Provinz Ourense, die Region Deza und am Río Ulla entlang - für den Wanderer besonders attraktive Gegenden.

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, nach der Eroberung Sevillas und Córdobas durch die Araber, wurde dieser Weg von den aus Andalusien und Exremadura kommenden Pilgern benutzt. Einige folgten ihm weiter bis Astorga, bis zur Verbindung mit dem Camino Francés, andere entschieden sich für die Abzweigung nach Puebla de Sanabria-A Gudiña und pilgerten von hier aus - entweder über Laza oder über Verín - nach Ourense und Santiago. Eine dritte Möglichkeit führte die Pilger durch den Nordosten Portugals nach Verín.

Unter den berühmtesten Pilgern, die dem Camino del Sudeste folgten, befanden sich auch Don Gonzalo Fernández aus Córdoba, der Große Kapitän, der sich aufgrund eines Versprechens nach Santiago wandte, und der heilige Toribio de Mongrovejo, ein Kleriker, der 1568 seine Studien an der Universität zu Santiago abgeschlossen hatte und später Erzbischof von Lima wurde. 1726 wurde er heiliggesprochen.

Der Camino del Sudeste verläuft in Galicien durch ein außergewöhnlich schönes landschaftliches und ethnografisches Erbe, durch den enormen Naturreichtum der Provinz Ourense, die Region Deza und am Río Ulla entlang - für den Wanderer besonders attraktive Gegenden.

Schließlich führten auch aus dem portugiesischen Hinterland verschiedene Wege durch die Provinz Ourense nach Santiago, unter anderem aus Chaves durch die Feces de Abaixo nach Verín.