Der Camino Primitivo

Der Camino Primitivo war der im 9. und bis weit ins 10. Jahrhundert von den Bewohnern Asturiens und Galiciens meistgenutzte Pilgerweg und zog auch viele Gläubige aus anderen nördlichen Regionen Spaniens und Europas an. 2015 wurde er von der Unesco, gemeinsam mit dem Camino del Norte, zum Welterbe ernannt.

por San Xoán de Padrón:

  • Länge 161,8 Km
  • Schwierigkeitsgrad Niedrig

por A Proba de Burón:

  • Länge 162,9 Km
  • Schwierigkeitsgrad Niedrig
Auf der Anhöhe von O Acevo

Der Camino Primitivo ist die erste und damit älteste Pilgerroute. Sie verbindet Oviedo mit Santiago de Compostela und verläuft größtenteils auf ehemaligen Römerstraßen. Als erster König unternahm König Alfons II., der Keusche, Herrscher über das asturisch-galicische Königreich, eine Pilgerfahrt. Sein Vorhaben bestand darin, im frühen 9. Jh. nach Santiago zu reisen, um zu bestätigen, dass es sich bei den in Compostela gefundenen sterblichen Überresten um die Gebeine des heilgen Apostels handelte.

Die Verehrung des Königs für den heiligen Jakobus - der König war im Kloster Samos in Lugo aufgewachsen und Anhänger des Heiligen von Liébana - war für die Festigung des neuen Heiligenkultes entscheidend. Alfons II. ordnete an, in der entstehenden Stadt die erste Kirche zu bauen. Darüber hinaus tätigte er verschiedene Schenkungen und förderte die Gründung der ersten Klostergemeinschaft, des Klosters Antealtares, zur Unterstützung der Gottesdieste am Altar des heiligen Jakobus.

Wegstrecke und Daten von Interesse

Der ursprüngliche Weg blieb jedoch weiterhin eine Alternative für die Gläubigen, die die große Reliquiensammlung in der Kathedrale von San Salvador de Oviedo und von Lugo verehrten. Sie genießt das päpstliche Privileg, Tag und Nacht das Allerheiligste Sakrament ausstellen zu dürfen.

Der Camino Primitivo war der im 9. und bis weit ins 10. Jahrhundert von den Bewohnern Asturiens und Galiciens meistgenutzte Pilgerweg und zog auch viele Gläubige aus anderen nördlichen Regionen Spaniens und Europas an. Die Wallfahrt wurde ferner zweimal von Alfons III., dem Großen, Nachfolger von Alfons II., unternommen, dem Verantwortlichen für die Einweihung der zweiten Basilika Santiagos im Jahr 899.

Nachdem die Stadt León zur neuen Hauptstadt des Königreichs geworden war, wurde von dem Monarchen im 11. und 12. Jahrhundert der Camino Francés als bevorzugte Pilgerroute gefördert. Dennoch blieb der ursprüngliche Weg eine Alternative für die Gläubigen, die die große Reliquiensammlung in der Kathedrale von San Salvador de Oviedo und von Lugo verehrten. Sie genießt das päpstliche Privileg, Tag und Nacht das Allerheiligste Sakrament ausstellen zu dürfen. Von seiner Bedeutung zeugen ferner auch heute noch die Relikte vieler Pilgerhospize, einige von ihnen weit oben im Gebirge und andere direkt in der Stadt Lugo.

2015 wurde er von der Unesco, gemeinsam mit dem Camino del Norte zum Welterbe ernannt und erhielt damit die höchste Auszeichnung für ein Kulturgut.

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