Der Camino del Norte

Auf diesem Weg pilgerten viele Gläubige aus dem ganzen Norden der Halbinsel, sogar die auf dem Seeweg oder aus anderen Gegenden wie England, Flandern, Deutschland oder Skandinavien eintreffenden Pilger.

Por Ribadeo :

  • Länge 195,5 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel

Por Santiago da Ría de Abres:

  • Länge 191,1 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel
Der Camino del Norte

Nach dem Camino Primitivo trifft diese Route, die entlang der gesamten asturischen Küste verläuft, über die Flussmündung von Ribadeo in Galien ein und erreichte im Spätmittelalter große Bedeutung. In dieser Epoche erlebten die Wallfahrten auf dem Seeweg einen Aufschwung und in Oviedo wurde erstmalig das heilige Jahr des Heiligen Kreuzes, Santa Cruz, begangen.

Die Pilger im ausklingenden Mittelalter waren ganz versessen darauf, Reliquien zu verehren und Ablässe zu erhalten. Deshalb bereisten sie Oviedo zusätzlich zu ihrer Wallfahrt nach Compostela.

Wegstrecke und Daten von Interesse

Der Weg führt nach Galicien über den Golf von Biskaya, d. h. über die schöne Flussmündung von Ribadeo. Es gibt Pilger, die diese umrunden und den Río Eo überqueren, um schließlich über die Brücke von Santiago de Abres zu gehen. Heute wurden durch die Brücke Ponte dos Santos beide autonomen Provinzen einander näher gebracht.

Der Camino del Norte blieb bis ins 18. Jahrhundert lebendig. Er zog nicht nur asturische Pilger an, sondern auch viele Gläubige aus dem ganzen Norden der Halbinsel, sogar die auf dem Seeweg oder aus anderen Gegenden wie England, Flandern, Deutschland oder Skandinavien eintreffenden Pilger. Viele dieser Gläubigen waren, angezogen von den Reliquien des Heiligtums von San Salvador in Oviedo, und natürlich auch wegen der Kathedrale in Compostela gekommen.

Auf dem Jakobsweg wallfahrten viele berühmten Pilger. So wird er auch mit dem heiligen Franziskus von Assisi in Verbindung gebracht, der der Legende nach im Jahr 1214 nach San Salvador in Oviedo und nach Santiago reiste. Im ausklingenden 15. Jh. pilgerte auf diesem Weg der armenische Bischof und Märtyrer aus Aserbaidschan sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg. Im 16. Jh. machte Jakob Sobieski, der Vater von König Johannes III. von Polen, diese Wallfahrt. Zum Ende des 18. Jahrhunderts liegen schriftliche Aufzeichnungen des Franzosen Jean Pierre Racq vor.

Nach der letzten Ortschaft in Asturien, Castropol, führt der Weg nach Galicien über den Golf von Biskaya, d. h. über die schöne Flussmündung von Ribadeo. Es gibt Pilger, die diese umrunden und den Río Eo überqueren, um schließlich über die Brücke von Santiago de Abres zu gehen. Heute wurden durch die Brücke Ponte dos Santos beide autonomen Provinzen einander näher gebracht.

Der Ausgangspunkt in Galicien ist das in der Provinz Lugo gelegene Ribadeo. Von hier aus sind es 198 km bis zur Kathedrale von Santiago. Der Hinweis auf den Weg ist durch eine Keramikkachel mit dem Symbol der Jakobsmuschel gut erkennbar. Der Wanderer schließt aus dieser Information, die durch den gelben Pfeil, ein weiteres Symbol des Weges, vervollständigt wird, auf den Beginn des Pilgerweges.

2015 wurde der Camino del Norte gemeinsam mit dem Camino Primitivo von der Unesco zum Welterbe ernannt, die höchste Auszeichnung für ein Kulturgut. Darüber hinaus wandert man unter anderem durch Landschaften, die zum Biosphärenreservat gehören, beispielsweise die Gegend um den Río Eo, und die als Terras do Miño, bekannte Region.