Der Camino de Invierno

Der Camino de Invierno, der Winterweg, stellt den natürlichen Zugang von der spanischen Hochebene nach Galicien dar, und wurde bereits von den Römern genutzt. Man geht davon aus, dass es sich hierbei um eine alternative Route für den harten Aufstieg in den Wintermonaten zu den verschneiten Gipfeln von O Cebreiro handelte.

Camino de Invierno:

  • Länge 235,6 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel-Hoch
Ribeira Sacra

Auf einer Strecke von etwas mehr als 200 km verläuft dieser Weg durch vier galicische Provinzen und historische Region, voller eigener Prägung und sehenswerten Landschaften wie die Valdeorras, Ribeira Sacra und Deza. Der Camino de Invierno, der Winterweg, stellt den natürlichen Zugang von der spanischen Hochebene nach Galicien dar, und wurde bereits von den Römern genutzt. Man geht davon aus, dass es sich hierbei um eine alternative Route für den harten Aufstieg in den Wintermonaten zu den verschneiten Gipfeln von O Cebreiro handelte. Dort hat der Camino Francés seinen Eintritt in Galicien. Er wurde wohl auch zur Vermeidung der häufigen Überschwemmungen durch die Flüsse im Tal des Valcarce gewählt.

Der Weg nimmt seinen Anfang in der noch vor Galicien, in der zu León gehörenden Region Bierzo, liegenden Ortschaft Ponferrada. Der Pilger entscheidet sich hier für die linke Abzweigung statt weiter geradeaus auf dem Camino Francés zu wandern. Der Camino de Invierno folgt praktisch dem natürlichen Verlauf des wasserreichen Sil durch die in der Provinz Ourense gelegene Region Valdeorras. Im Anschluss führte er durch den Süden der Provinz Lugo und verläuft weiter durch die Region des Deza, in Pontevedra, bis er schließlich Compostela erreicht. Insgesamt beträgt die Wegstrecke knapp 250 km durch die vier galicischen Provinzen.

Wegstrecke und Daten von Interesse

Der Camino de Invierno folgt praktisch dem natürlichen Verlauf des wasserreichen Sil durch die in der Provinz Ourense gelegene Region Valdeorras. Im Anschluss führte er durch den Süden der Ribeira Sacra und verläuft weiter durch die Region des Deza, dem geographischen Mittelpunkt Galiciens. Insgesamt beträgt die Wegstrecke knapp 250 km durch die vier galicischen Provinzen.

Historiker gehen davon aus, dass die Ursprünge dieser Route bereits in römischer Zeit liegen. Aus Aufzeichnungen kann auf das Bestehen einer zweiten Straße geschlossen werden, die von den Goldbergwerken Las Médulas durch die Region Valdeorras bis zur 18. Römerstraße führte. Man nimmt an, dass die Goldfunde über diesen Transportweg fortgeschafft wurden. Auch der römische Tunnel in Montefurado untermauert diese Annahme.

Dieser Verkehrsweg wurde im Laufe der Geschichte von vielen Völkern benutzt. Im 19. Jh. diente er unter anderem den einfallenden Truppen Napoleons. Im Jahr 1883 wurde deshalb die erste Eisenbahnstrecke zwischen Galicien und der übrigen Halbinsel gebaut.

Der Camino de Invierno ist aus mehreren Gründen besonders anziehend. Er beginnt in Las Médulas, die zum Welterbe erklärt wurden, und führt durch verschiedene Regionen, darunter Valdeorras und einen Teil der Ribeira Sacra – eine exzellente Weingegend, in der die Reben oft in unvorstellbaren Landschaften und Gegenden stehen, die zahllose romanische Bauwerke, Kirchen und Klöster besitzen. 2003 wurde die Ribeira Sacra vom Europarat in die Liste der Wanderwege von besonderem Interesse aufgenommen.

Besuchen Sie das reiche architektonische Erbe von Monforte de Lemos oder die Weingüter und die traditionelle Architektur von Chantada. Wandern Sie bis zur Anhöhe von O Faro und genießen Sie von dort den herrlichen Ausblick auf Landschaften aller vier galicischen Provinzen.

In Lalín verbindet sich dieser Jakobsweg mit dem Vía de la Plata (Silberweg); gemeinsam geht es von hier bis Compostela. Der Weg ist in insgesamt neun Etappen aufgeteilt, auf denen die Ruhe auf dieser alternativen und kaum genutzten Pilgerroute eine ihrer anziehendsten Punkte ist.