Der Camino de Fisterra und Muxía

Dieser Jakobsweg beginnt in der Stadt Santiago und sein Ziel ist das Cap Fisterra und das Heiligtum da Virxe da Barca in Muxía.

Muxía-Fisterra:

  • Länge 90,9 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel

Fisterra-Muxía:

  • Länge 117,6 Km
  • Schwierigkeitsgrad Mittel
Fischerboote im Hafen von Fisterra

Bis zum Ende des Mittelalters war die Costa da Morte, die Todesküste, das Ende der bekannten Welt. Der Ort, an dem die vorrömischen Völker annahmen, dass die Seelen von hier aus in den Himmel stiegen. Es war ein legendärer und symbolischer Platz, der selbst die römischen Eroberer beim Anblick der im unendlichen Ozean versinkenden Sonne in Erstaunen versetzte. Seit damals zieht das Kap Cabo de Fisterra alle Besucher gleichermaßen in seinen Bann.

Der Jakobsweg Fisterra und Muxía ist die getreue Wiedergabe des historischen Pilgerufes, der lautete Ultreia! („Lasst uns darüber hinaus gehen!”). Dieser Ausruf wird durch einen anderen beantwortet, Et suseia! („Und lasst uns weiter hinauf gehen!”). Tatsächlich führt dieser Weg über das Ziel in Compostela - nach dem Niederknien vor den sterblichen Überresten des Apostels Jakobus – hinaus. Viele Pilger beschließen, das Ende der Welt kennen zu lernen und zweifeln nicht daran, die Entbehrungen der vergangenen Tage erneut auf sich zu nehmen und zumindest vier oder fünf Tage weiter zu wandern. Bis Fisterra sind es 89 km und bis nach Muxía 87.

Wegstrecke und Daten von Interesse

Der Jakobsweg Fisterra und Muxía ist die getreue Wiedergabe des historischen Pilgerufes, der lautete Ultreia! („Lasst uns darüber hinaus gehen!”). Dieser Ausruf wird durch einen anderen beantwortet, Et suseia! („Und lasst uns weiter hinauf gehen!”).

Die Geschichte dieser Wegstrecke ist eine Mischung aus Heidentum und der später einsetzenden Christianisierung. Ab dem 12. Jh. ist dieser Jakobsweg im Codex Calixtinus bereits fest mit der Pilgertradition verbunden. Darüber hinaus sind zwei der populärsten religiösen Verehrungen Galiciens in Fisterra und Muxía fest verwurzelt: der heilige Christus von Fisterra - von diesem behauptete der Studierte Molina im 16. Jh. „er würde von mehr Wallfahrern aufgesucht als der Apostel“ - und das Heiligtum der Virxe da Barca in Muxía.

Die doppelte Ortsbezeichnung des Weges, Fisterra und Muxía, weist darauf hin, dass es sich um zwei Ziele handelt, die das – nennen wir es „Ende“ - des Pilgerweges nach seinem Abschluss bilden. In der Ortschaft Olveiroa gabelt sich der Weg; von hier aus kann man sich zuerst über Corcubión nach Fisterra oder nach Muxía wenden. Ganz gleich, welche Entscheidung getroffen wird, man wandert hier zwingend zwischen zwei Orten auf einer beeindruckenden Strecke voller Licht und Natur in ihrem schönsten Ausdruck.

Zurück bleibt der herrliche Ausgangspunkt Santiago auf dieser Wanderung unter jahrhundertealten Eichen und am poetischen Lauf des Sarela. Später führt die Strecke durch die im Mittelalter entstandene Ortschaft Negreira und die Region Xallas, in der hauptsächlich Viehzucht betrieben wird.

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